Raus in die Natur. Rein ins Erlebnis

Kulturtag Soest

Soest - ein mittelalterliches Freilichtmuseum

Soest, immer eine Reise wert
Soest, immer eine Reise wert

Weißt Du, woher der Pumpernickel kommt oder hast Du schon einmal das nahrhafte Möpkenbrot probiert und vielleicht dazu ein Glas Bullenauge getrunken? Nein? Dann musst Du in die alte Hansestadt Soest fahren so wie wir, 33 Mitglieder des SGV-Aplerbeck, am 11.12.2016.

 

Dort gibt es all diese Köstlichkeiten, aber noch bedeutend mehr. Auf einem Stadtrundgang fühlten wir uns auf Zeitreise in die vergangenen Jahrhunderte. Unser SGV Wander- und Stadtführer Wolfgang Winter zeigte uns in welchem Viertel gegerbt wurde oder von welchem Turm das festliche Soester Gloria am Heiligabend erschallt und wo der Treffpunkt der mitternächtlichen Wassergeister stattfindet. Wir konnten erahnen, wie die damaligen Könige mit großem Gefolge durch das Osthofentor am Hellweg geritten sind und mussten schmunzeln über solche Legenden, dass ein entblößter (Frauen-) Hintern die Stadt vor der Erstürmung durch die Truppen des Erzbischofs rettete und es dem (Lügen-) Baron Münchhausen und seinem Pferd  zu verdanken ist, dass die Kirchturmspitze der Alt-St.Thomae Kirche sich schief zur Seite neigt.


Auf dem Soester Stadtrundgang
Auf dem Soester Stadtrundgang

Danach ging es in das Burghofmuseum, einem wunder-schönen alten Renaissance-Bau, wo die Führerin durch zahlreiche Beispiele und Anekdoten uns noch mehr  von der Geschichte dieser Stadt anschaulich vermitteln konnte. Anschließend hatten wir uns aber eine Stärkung verdient. Das traditionelle Brauhaus Zwiebel war für eine Einkehr wie geschaffen. Bei gutem Essen und leckerem hausgebrautem Bier ließen wir es uns dort gutgehen. Aber die Höhepunkte warteten noch auf uns.

 

 

Der Dom mit seiner bekannten Westfälischen Krippe und die Wiesenkirche mit dem Westfälischen Abendmahl und seinen herrlichen Glasfenstern mussten natürlich noch besichtigt werden und wir kamen aus dem Staunen vor so viel mittelalterlicher Baukunst nicht mehr heraus. Als Zugabe gab es noch die Brunsteinkapelle. Dort zeigte uns der Künstler Fritz Riesken Weihnachtskrippen aus aller Welt, die er persönlich gesammelt hat. Krippen, teilweise so klein, fast wie eine Streichholzschachtel. Das i-Tüpfelchen zum 3. Advent.


Auch der Weihnachtsmarkt wurde nicht ausgelassen
Auch der Weihnachtsmarkt wurde nicht ausgelassen

Nach so viel Kultur wartete auf uns dann noch die Belohnung. Der wunderbare Weihnachtsmarkt mit seinen festlichen Lichterketten und den illuminierten Fachwerk- und Kirchenfassaden bezauberte und wir ließen uns bei einem Glas Glühwein in die richtige weihnachtliche Stimmung versetzen.

 

Beschwingt und zufrieden (ich hoffe für alle Teilnehmer) ging es um 18.00 Uhr wieder zurück mit dem Zug nach Dortmund.

 

Text: Wolfgang Winter / Fotos: Ulrich Heinzel